Mal ehrlich: gehst du barfuss?

Also abseits von Schwimmbädern und Stränden? Nein?

Gerade wir Pferdemenschen verbringen so viel Zeit in der Natur – und trotzdem stecken unsere Füße fast immer in festen Schuhen. Dabei könnte uns kaum etwas näher zu dem bringen, was wir an unseren Pferden so schätzen: Natürlichkeit, Körpergefühl und echte Verbindung zum Boden.

Es gibt viele gute Gründe, warum du – wenigstens ab und zu – die Schuhe ausziehen solltest:

  1. Du erdest dich – genau wie dein Pferd
    Wenn dein Pferd barhuf über den Boden läuft, ist es ganz direkt mit der Erde verbunden. Es spürt jeden Untergrund, reagiert fein und ist im wahrsten Sinne des Wortes „geerdet“.
    Und genau das passiert auch bei dir: Durch den direkten Kontakt zur Erde kommt dein Körper wieder ins Gleichgewicht. Du gibst Spannungen ab und nimmst gleichzeitig Ruhe auf. Viele beschreiben dieses Gefühl als sofort entspannend und zentrierend – etwas, das wir im oft hektischen Alltag gut gebrauchen können. Mehr dazu in meinem Beitrag zum Thema Erden.
  2. Deine Füße dürfen wieder natürlich arbeiten
    Unsere Pferde würden in engen, unnatürlichen „Schuhen“ nicht lange gesund bleiben – warum muten wir das dann unseren eigenen Füßen zu? Enge, spitze Schuhe oder harte Sohlen schränken die natürliche Bewegung massiv ein. Die Folge: Fehlhaltungen, Verspannungen und Probleme bis hin zu Knie, Hüfte oder Rücken.
    Durch das Laufen in engen Schuhen – am besten noch vorn spitz zulaufenden – ist nicht sehr förderlich für gesunde Füsse, genauso wenig Schuhe mit hohen Absätzen oder „Latschen“, die einen schlurfenden Gang fördern. All das ist schädlich für unsere Haltung, unseren Rücken, unsere Hüften, Knie und fördert unschöne Krankheiten wie Hallux Valgus.
    Barfuß hingegen können sich deine Füße frei bewegen, ausbreiten und ihre natürliche Funktion wieder aufnehmen. Du gehst automatisch anders – weicher, federnder, meist im Ballengang. Ein bisschen so, wie wir es uns auch für unsere Pferde wünschen: losgelassen, ausbalanciert und in gesunder Bewegung.
    Durch das moderne „Abrollen über die Ferse“ werden nicht nur unsere Knie, Hüften und Rücken ungünstig belastet, sondern wir „massieren“ auch noch die falschen Reflexzonen der Fusssohle, nämlich Harnleiter und Harnblase. Gehst du stattdessen im natürlichen Ballengang, werden Herz und Lunge bei jedem Schritt „massiert“. Siehe dazu das Bild weiter unten.
  3. Du nimmst die Umwelt bewusster wahr
    Denn jeder weiß: ein unachtsamer Schritt kann schnell unangenehme Folgen haben. Wer tritt schon gerne in einen Hundehaufen oder Glasscherben? Wir fühlen unseren Untergrund und nehmen dadurch unseren Spaziergang ganz bewusst wahr. Unsere Füsse tragen uns nicht nur, sie verraten uns gleichzeitig so viel: ist der Boden heiß oder kalt, weich oder hart, nass oder trocken, sanft oder rau, eben oder uneben, angenehm zu gehen oder unangenehm. Außerdem werden deine Füsse besser durchblutet und gestärkt.
    Diese feinen Reize fördern nicht nur deine Wahrnehmung, sondern auch deine Balance und Koordination. Und ganz ehrlich: Wer barfuss läuft, ist im Hier und Jetzt – genau da, wo wir auch mit unseren Pferden sein sollten.
  4. Dein ganzer Körper wird gestärkt
    Wie zuvor erwähnt, fördert Barfussgehen nicht nur gesündere Füsse, sondern stärkt deinen ganzen Körper. Durch das natürliche Abfedern wird die Fuss- und Beinmuskulatur, besonders in den Waden, beansprucht und gestärkt. Wenn du länger am Stück barfuss läufst oder sogar joggst, wirst du es also in den Waden spüren.
    Vielleicht kennst du das vom Reiten: Eine gute Basis beginnt unten. Ein stabiler, beweglicher Fuß wirkt sich auf deine gesamte Haltung aus – bis hin zu deinem Sitz im Sattel. Je bewusster und gesünder du dich selbst bewegst, desto feiner kannst du auch auf dein Pferd einwirken.

Du siehst, es gibt eine Reihe an Vorteilen und Gründen, weshalb man ab und zu draußen die Schuhe ausziehen sollte. Fange am besten auf weichem Untergrund wie Sand, Gras oder Waldboden an, damit sich deine Füsse daran gewöhnen können. Auch heiß-kalt Abwechslung ist sehr förderlich und regt dein Immunsystem, dein Herz-Kreislaufsystem und deine Sinne an.

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Bildquelle: https://www.welt.de/gesundheit/article117933144/So-funktioniert-die-Massage-der-Fussreflexzonen.html

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