Gehirnwellen und ihr Einfluss auf uns

Spürst Du auch manchmal, wie sich Chaos in Deinem Kopf bildet und Du scheinbar überfordert bist? Deine Gedanken nicht richtig ordnen kannst, weil sie rastlos von einer Angelegenheit zur nächsten hüpfen? Und dann kommt auch noch Dein Kollege und verursacht noch mehr Chaos in Deinem Kopf oder Deine Umgebung lässt es nicht zu, dass Du fokussiert Deine Aufgabe erledigst! Wer kennt das nicht?

Was Du aber vielleicht nicht wusstest: Dein Gehirn befindet sich in dieser Situation im Flight-or-fight-Modus und überschwemmt den Körper mit Stresshormonen. Interessant ist auch, dass Dein Gehirn in dieser Phase inkohärente Wellen aussendet – dies wurde anhand eines EEG bestätigt.

Hier ist vielleicht ein kleiner Ausflug in die Welt der Gehirnwellen nötig.

Es gibt fünf unterschiedliche (bislang) gemessene Gehirnwellen:

  • Delta: 0,5 bis 3 Hz, das Bewusstsein ist hier ausgeschalten, das Unterbewusstsein übernimmt das Zepter, Tiefschlafphase
  • Theta: 4 bis 7 Hz, das Zwischenstück zwischen Wach- und Schlafphase, Dämmerzustand, erhöhte Entspannung, Meditation
  • Alpha: 8 bis 14 Hz, Entspannung, Ausgeglichenheit, Tagträumen
  • Beta: 15 bis 38 Hz, Wachmodus, Aufmerksamkeit (je höher die Schwingung, desto größer der Stressmodus), inkohärente Gehirnwellen
  • Gamma: 38 bis 100 Hz, erweitertes Bewusstsein, höchste Konzentration, stark kohärente Gehirnwellen

Wir befinden uns die meiste Zeit unseres Wachzustandes im höheren Betabereich, was dazu führt, dass wir den größten Teil des Tages inkohärente Wellen aussenden.

Was bedeutet das?

Je kohärenter die Gehirnwellen sind, desto besser können die verschiedenen Bereiche im Gehirn miteinander kommunizieren und wir fühlen uns wohl und ausgeglichen, können uns gut fokussieren und lassen uns nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Inkohärente Wellen verhindern das – mit der Folge, dass wir uns nicht richtig konzentrieren können und das Gefühl haben ohnmächtig gegenüber unserer Umwelt und den Geschehnissen im Umfeld zu sein. Wir reagieren nur auf Ereignisse statt selbst zu agieren.

Zum Glück gibt es eine einfache Methode, wie man aus diesem Zustand der Verwirrung ausbrechen kann: mit Meditation.

Suche Dir einen ruhigen Ort, an dem Du ungestört sein kannst und Dich wohl fühlst, und gönne Dir täglich die Zeit für eine heilende und beruhigende Meditation. Es gibt viele wunderbare kostenlose geführte Meditationen auf Youtube sowie beruhigende Musik und binaurale Beats (unbedingt Kopfhörer benutzen!). Eine wunderbare Anleitung zum Erreichen von kohärenten Gehirnwellen kannst Du in Dr. Joe Dispenzas Buch „Ein neues Ich: Wie Sie Ihre gewohnte Persönlichkeit in 4 Wochen wandeln können“ nachlesen.

Wenn Du mehr an Deiner persönlichen Entwicklung interessiert bist, besuche meine Seite zu diesem Thema.

Doch es gibt noch einen weiteren, oft unterschätzten Weg zurück in die Ruhe – und der steht bei uns oft direkt vor der Tür: das Pferd.

Pferde reagieren äußerst sensibel auf unsere innere Verfassung. Wenn in Deinem Kopf Chaos herrscht, wird sich das unweigerlich in Deiner Körpersprache zeigen. Deine Signale werden unklarer, Deine Bewegungen weniger präzise, Deine Aufmerksamkeit schwankt. Und Dein Pferd nimmt genau das wahr. Es reagiert darauf, indem es selbst unruhig wird, sich ablenken lässt oder beginnt, eigene Entscheidungen zu treffen. Nicht aus Ungehorsam, sondern weil ihm in diesem Moment die klare Führung fehlt.

Gleichzeitig liegt genau darin eine große Chance. Pferde haben die besondere Fähigkeit, uns unmittelbar in den Moment zurückzuholen. Sie leben nicht in der Vergangenheit und nicht in der Zukunft – sie reagieren ausschließlich auf das, was jetzt geschieht. Wenn Du also mit Deinem Pferd arbeitest und innerlich abwesend bist, wird es Dich darauf aufmerksam machen. Manchmal subtil, manchmal sehr deutlich.

Sobald Du beginnst, Deine Aufmerksamkeit wieder bewusst zu bündeln, ruhiger zu atmen und wirklich im Moment anzukommen, verändert sich oft auch das Verhalten Deines Pferdes. Es wird aufmerksamer, gelassener und kooperativer. Diese Veränderung geschieht nicht durch äußere Einwirkung, sondern durch Deine innere Klarheit.

In diesem Sinne kann die Arbeit mit dem Pferd selbst zu einer Form der Meditation werden. Nicht im klassischen Sinne des Still-Sitzens, sondern als aktive, bewusste Präsenz im Moment. Dein Pferd wird dabei zu einem ehrlichen Spiegel, der Dir zeigt, wo Du gerade stehst.

Vielleicht liegt genau darin eine der größten Qualitäten im Umgang mit Pferden: Sie helfen uns, wieder bei uns selbst anzukommen. Ohne große Theorie, ohne komplizierte Methoden – einfach durch ihr Sein.

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Wie stark ist eure Verbindung wirklich?

Du liebst dein Pferd von ganzem Herzen – und trotzdem spürst du manchmal, dass etwas fehlt. Vielleicht fühlt es sich nicht immer leicht an. Vielleicht gibt es Momente von Unsicherheit, Frust oder der leisen Frage: „Versteht es mich wirklich? Vertraue ich genug? Vertraut es mir?“

Das ist völlig normal und genau deswegen habe ich dieses kleine, ehrliche Quiz für dich geschaffen. In nur 12 Fragen darfst du ganz ohne Druck hinschauen: Wie nah seid ihr euch wirklich? Wo fließt schon Magie – und wo darf noch mehr Vertrauen wachsen?

Es geht nicht um richtig oder falsch. Es geht um Fühlen. Um Präsenz. Um das, was zwischen euch schon da ist – und das, was noch zarter werden möchte.

Mach mit, wenn du magst. Es dauert nur wenige Minuten und am Ende bekommst du dein persönliches Ergebnis mit ein paar sanften Impulsen für euch beide.