Es ist Fastenzeit!

Machst Du mit? Was lässt Du weg?

Die traditionelle Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch und endet am Karsamstag, dauert also genau 40 Tage.

Es gibt ja viele Möglichkeiten des Verzichts. Die beliebtesten sind wohl der Verzicht von Süßigkeiten, Alkohol, Tabak, Koffein, Fleisch, aber auch lebensmittelfreie Dinge wie Fernsehen, Computerspiele oder Sex werden in der Fastenzeit weggelassen oder stark eingeschränkt.

Ob das Fasten – egal welcher Art – sinnvoll ist oder nicht, darüber wird nach wie vor gestritten. Fest steht, wer eine gewisse Verzichtsperiode durchhält (es müssen nicht gleich 40 Tage sein), stärkt seine Disziplin, seine Selbstbeherrschung und sein Durchhaltevermögen.

Sollte man etwas Alltägliches fasten, kann man gleich mal testen, wie sehr Körper und Geist daran gewöhnt sind: hat man Entzugserscheinungen in Form von Kopfschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Zittern oder ähnliches, sollte man darüber nachdenken, diese nun verzichtete Gewohnheit oder Lebensmittel dauerhaft einzuschränken oder öfter solche Tage „ohne“ einzulegen.

Ich persönlich halte mich nicht an die traditionelle Fastenzeit, sondern verzichte immer mal wieder zwischendurch: hier mal ein Morgen ohne Kaffee, dort ein Abend ohne mein Achtelchen Rotwein. So überprüfe ich immer wieder mein Suchtverhalten und freue mich, wenn ich keinen Unterschied bemerke ;)

Wenn Du weitere Informationen zu diesem Thema möchtest, lohnt sich ein Blick auf die Artikel vom Zentrum der Gesundheit.

Hier ein kurzer, prägnanter Überblick über erwiesene Vorteile:

Intervallfasten (z. B. 16:8) und andere Formen sind nicht nur ein Trend – zahlreiche Studien belegen konkrete gesundheitliche Effekte:

  • Gewichts- und Fettverlust Reduktion von 4–10 % Körpergewicht (meist 3–12 Monate), vor allem Bauchfett und Taillenumfang sinken messbar.
  • Bessere Blutzuckerregulation Deutliche Verbesserung der Insulinempfindlichkeit, sinkende Nüchtern-Insulin- und Blutzuckerwerte – besonders wertvoll bei Übergewicht und Typ-2-Diabetes-Risiko.
  • Günstigeres Lipidprofil Senkung von Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin und Triglyceriden; HDL-Cholesterin („gutes“ Cholesterin) steigt häufig.
  • Entzündungshemmung Nachweisbare Reduktion chronischer Entzündungsmarker – ein zentraler Schutzfaktor gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und viele Zivilisationskrankheiten.
  • Aktivierung der Autophagie Ab ca. 12–16 Stunden ohne Nahrung startet der körpereigene „Zellreinigungsprozess“ stärker – ein Mechanismus, der mit gesünderer Alterung in Verbindung gebracht wird.

Wichtig: Die stärksten Effekte treten meist durch die Kalorienreduktion ein, die ein solcher Verzicht oft mit sich bringt. Viele Vorteile ähneln daher denen einer moderaten kalorienreduzierten Ernährung. Langzeitdaten (>5–10 Jahre) fehlen noch weitgehend, und nicht jede Fastenform ist für jeden geeignet (z. B. bei bestimmten Vorerkrankungen).

Richtig dosiert und individuell angepasst kann Fasten ein wirksames Werkzeug für Stoffwechselgesundheit und Körperkomposition sein – weit mehr als nur „weniger essen“. Mehr darüber liest du in meiner Rubrik Gesundheit.

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