Mehr Zeit für die schönen Momente im Leben

Heute wollte Fritz nicht, dass ich schon gehe.

Nach der Arbeit hatte ich mir noch eine halbe Stunde Zeit für ihn genommen und ihn etwas von dem frischen Grün suchen und fressen lassen, das nun langsam überall auftaucht.

Und irgendwie verging diese halbe Stunde viel schneller als ein halber Arbeitstag.

Als ich Fritz zurück zur Koppel brachte, ihm Heu gab und das Gatter schloss, schaute er mich sehnsüchtig an.

Das Heu interessierte ihn nicht.
Auch nicht seine Freunde.

Er blieb einfach am Zaun stehen und hat mich angeschaut. Aber ich musste leider gehen – die Pflicht rief.

Und auf dem Heimweg musste ich plötzlich daran denken:

Warum fühlt sich Zeit für die Dinge, die uns wirklich erfüllen, eigentlich oft wie Luxus an?

Dabei sollte es doch eigentlich genau andersherum sein.

Wir verbringen so viel Zeit mit Dingen, die wir tun müssen. Arbeiten, funktionieren, Termine einhalten, Dinge erledigen. Und die Dinge, die uns eigentlich guttun, schieben wir oft auf später.

Wenn mehr Zeit ist.
Wenn weniger Stress ist.
Wenn wir irgendwann wieder mehr Energie haben.

Aber gibt es dieses „später“ überhaupt?

Niemand weiß, wie viel Zeit ihm bleibt.
Niemand weiß, wie lange man gesund ist.
Oder wie lange man die Dinge, die man liebt, überhaupt noch tun kann.

Und trotzdem leben viele von uns so, als würde das eigentliche Leben irgendwann später beginnen.

Dabei passiert das Leben doch längst.

Vielleicht nicht in den großen besonderen Momenten, auf die wir warten, sondern genau in diesen kleinen Augenblicken, die so schnell vorbeigehen:

Eine halbe Stunde mit dem Pferd.
Wohltuende Abendsonne nach einem langen Tag.
Das erste frische Grün nach dem Winter.

Pferde leben viel mehr im Moment als wir Menschen.

Sie denken nicht darüber nach, was nächste Woche ist oder was noch erledigt werden muss. Für sie zählt einfach das Hier und Jetzt.

Und vielleicht vergessen wir genau das viel zu oft.

Natürlich kann nicht jeder einfach alles stehen und liegen lassen. Das Leben funktioniert nun einmal nicht so einfach.

Aber vielleicht muss man auch gar nicht gleich alles verändern.

Vielleicht beginnt mehr Zeit für die schönen Dinge schon viel kleiner.

Vielleicht damit, das Handy einmal wegzulegen.
Vielleicht damit, sich bewusst eine halbe Stunde freizuhalten.
Vielleicht damit, nicht jeden freien Moment wieder mit irgendetwas zu füllen.

Und vielleicht auch damit, aufzuhören zu glauben, dass wir für die Dinge, die uns glücklich machen, erst irgendwann „genug Zeit“ haben müssen.

Denn vielleicht kommt dieses perfekte Später nie.

Und vielleicht sind genau diese kleinen Momente am Ende viel wichtiger, als wir heute glauben.

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