Pferd Sperrriemen
Sieht so ein glückliches Pferd aus?

Vielleicht gehörst du auch zu den Pferdemenschen, die sich schon gefragt haben:

Braucht mein Pferd diesen Sperrriemen an der Trense eigentlich?

Die ehrliche Antwort ist klar: Nein.

Dieser Riemen ist ein Relikt aus der Vergangenheit. Ursprünglich sollte er verhindern, dass das Pferd sich dem Druck des Gebisses durch Öffnen des Mauls entzieht. Wer achtsam und pferdegerecht reitet und fährt, hat diese Maßnahme allerdings nicht nötig. Denn ganz ehrlich: Wenn der Mensch eine so grobe Einwirkung auf sein Pferd braucht, um es zu „kontrollieren“, sollte er seinen Umgang mit dem Pferd komplett überdenken! Dies betrifft den Nasenriemen (wenn er entsprechend fest verschnallt ist) genauso wie dem Zusatzriemen selbst.

Allerdings ist ein Sperrriemen in besonderer Weise zusätzlich problematisch. Er schränkt er dein Pferd auf vielfache Weise ein — und kann sogar zu langfristigen gesundheitlichen Problemen führen.

Warum er mehr schadet als nützt

Sobald du diesen Riemen festziehst, engst du den Bewegungsraum des Unterkiefers stark ein.
Das hat mehrere direkte Folgen:

  • Das Pferd kann nicht mehr frei kauen.
    Dabei ist Kauen enorm wichtig für Entspannung, Speichelfluss und die Verarbeitung von Reizeinwirkungen durch das Gebiss.

  • Das Schlucken wird behindert.
    Der Riemen drückt auf das Zungenbein und umliegende Strukturen, die für das Schlucken verantwortlich sind.

  • Die Atmung wird eingeschränkt.
    Gerade bei fest verschnalltem Zusatzriemen kann der Atemfluss behindert werden. Studien wie die von McGreevy et al. (2012, University of Sydney) zeigen klare Zusammenhänge zwischen engen Nasenriemen (inklusive Sperrriemen) und physiologischen Einschränkungen bei Pferden.

  • Druck auf empfindliche Nervenbahnen.
    Der Riemen verläuft in einem Bereich, wo viele sensible Nerven liegen:

    • Nervus facialis (Gesichtsnerv)

    • Nervus trigeminus (wichtig für Gesichtswahrnehmung und Schmerzempfinden)

    • Äste des Nervus glossopharyngeus (beteiligt am Schlucken)

    • Lymphbahnen und feine Blutgefäße
      Schon leichter Druck kann dort Spannungen und Schmerzen verursachen, ohne dass wir es von außen direkt bemerken.

Was bedeutet das fürs Pferdewohl?

Ganz einfach: Dieser Riemen verhindert natürliche Bewegungen und erzeugt Stress.
Viele Pferde zeigen unter festem Sperrriemen:

  • Kopfwerfen

  • Zähneknirschen

  • Anlehnungsprobleme

  • Nervosität unter dem Reiter

  • Verspannungen im Genick und Rücken

  • Blockaden im gesamten Bewegungsapparat

Langfristig kann sich daraus ein Teufelskreis aus körperlichen und mentalen Problemen entwickeln.

Das traurige dabei ist, was vielen Reitern gar nicht bewusst ist:

Es gibt keinen Grund einen Sperrriemen zu verwenden!

Die moderne Reitlehre weiß es längst: Gute Anlehnung entsteht durch feines Reiten und nicht durch Zuschnüren des Pferdemauls.

Zahlreiche Experten wie Dr. Gerd Heuschmann, Dr. Hilary Clayton und auch die Wissenschaftler um Cook & Strasser (2003) warnen seit Jahren vor den negativen Folgen fester Nasen- und Zusatzriemen. Selbst die FEI hat inzwischen Regeln zum maximalen Umfang der Verschnallung eingeführt, weil der Missbrauch jahrelang dramatisch war.

Du hast es in der Hand!

Und hier kommt die gute Nachricht: Du kannst das Problem sofort lösen.

Wenn du eine Trense mit kombiniertem Nasenriemen gekauft hast, schneide den Zusatzriemen einfach ab oder entferne ihn. Du wirst staunen, wie viel freier dein Pferd atmet, schluckt und kaut!

Noch besser: Entscheide dich gleich für eine Trense, die gar keinen Sperrriemen vorsieht. So wie die Modelle von Hillbury.

👉 Hillbury Trensen

Hillbury geht schon seit 2018 konsequent den pferdefreundlichen Weg:

  • Keine Sperrriemen mehr.

  • Viele Modelle sogar ganz ohne Nasenriemen, um dem Pferd maximale Bewegungsfreiheit zu geben.

  • Funktionales, stilvolles und tiergerechtes Design, zum Wohl des Pferdes.

Genau so geht moderner, achtsamer Pferdesport.

Mach den Unterschied für dein Pferd.
Weniger Riemen. Mehr Atmung. Mehr Wohlbefinden.

Dein Pferd wird es dir danken — jeden Tag.

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